Email Adressen und Spam

Wegen der Aktualität und die zum Teil heftigen Diskussionen um die Löschung der Email Adressen aus den Kommentaren nach dem Verkauf von basicthinking, habe ich einen alten Forumsbeitrag von mir ausgegraben.

Ich habe ca. 10 Email Adressen. Einfach deshalb, weil ich nicht überall die Gleiche verwenden will.
Ich bekomme auf allen Accounts Spam. Mal mehr mal weniger.

Es ist nicht nötig seine Email Adresse irgendwo anzugeben um Spam zu bekommen, es erleichtert die Sache aber ungemein.  :-D

Ich habe schon Leuten einen T-Online Anschluss eingerichtet und am nächsten Tag hatten sie Spam. Obwohl sie den Account noch gar nicht benutzt hatten!
Woher kannte der Absender wohl die Email Adresse? ;-)
Dieser Missbrauch findet statt und wird auch weiterhin stattfinden. Leider wird das bei den Anbietern totgeschwiegen. Dass die aber alle faule Eier in ihren Reihen haben, ist nicht von der Hand zu weisen.

Macht selber den Test. Sucht euch einen beliebigen Anbieter aus. Richtet dort eine Emailadresse ein die ihr aber selber gar nicht benutzt. Wählt einen ungewöhnlichen Namen. Eine zufällige Zeichenfolge. Ihr gebt diese Email Adresse nirgendwo an und versendet auch keine Emails darüber. Alles was ihr tun müsst ist, regelmäßig die Emails abrufen. Am besten mit POP3. Schaut euch an was passiert.

Wenn nichts oder wenig passiert, versendet EIN MAL eine Email damit und schaut dann was passiert.

Schaut auch in die Spam Ordner bei den Anbietern.

Es ist doch schon seltsam, wieviele Spammer eure Email Adresse kennen, obwohl ihre sie nicht oder kaum verwendet habt. Fragt man dann bei einem Anbieter nach, wird man Antworten bekommen wie sie auch hier im Topic kamen. „Sie haben ihre Email Adresse bestimmt bei unseriösen Seiten angegeben“. Oder ähnliches. Wird man dann hartnäckig darauf bestehen, dass dem nicht so ist, wird man euch erzählen, dass das dann wohl jemand anderes gemacht hat. Sagt man dann, dass die Emailadresse ausser euch niemand kennt, wird man auf Unsicherheiten im Netz verweisen auf die man keinen Einfluss hat.
Da ihr eine zufällige Zeichenfolge verwendet habt, kann man einen Missbrauch durch Dritte auch weitgehend ausschließen.

Es ist egal welchen Anbieter ihr nehmt. Ihr werdet nach ein paar Tagen Spam erhalten, obwohl eigentlich niemand außer euch die Emailadresse kennen dürfte. Niemand? Nicht ganz! Da gibt es noch jemanden. Genau, euer Anbieter! Wenn ihr also die Emailadresse niemandem gegeben habt, und außer euch nur der Anbieter (bzw. dessen Mitarbeiter) überhaupt Kenntnis von der Adresse hat, woher hat der Spammer dann wohl die Adresse? ;-)
In jeder Community kann ein faules Ei unter den Mitarbeitern sein, das einen lukrativen Handel mit den Adressen betreibt.

Ein Trackback

  1. 1

    […] meinem Kommentar bei Pytalhost musste ich doch zumindest hier auch die Möglichkeit geben OpenID für die Kommentierung […]

9 Kommentare

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  1. 17. Januar 2009 (10:34) | Permalink
    1

    Kleiner Tip: es gibt sogar Plugins für WordPress, die es erlauben bei Blogs zu kommentieren ohne eine E-Mail anzugeben: http://wordpress.org/extend/plugins/openid/

    Leider ist die Verbreitung von OpenID noch nichct all zu hoch.

    AntwortenAntworten
  2. 18. Januar 2009 (23:35) | Permalink
    2

    Zwei Dienste, die ich gerne benutze, wenn ich einmal nicht meine richtige E-Mail-Adresse angeben will:
    http://spamgourmet.com
    http://spambox.us

    AntwortenAntworten
  3. 21. Januar 2009 (23:18) | Permalink
    3

    Also ich habe nur zwei höchstens drei mail adressen und wenn die mir da spamsschicken nur zu :D
    ich Öffne sie nicht und wenn ein Spammail an mich weiterkommt ist es en wunder denn die müssen erst mal an meinem spamschutz vorbei ^^ .
    naja Spammer gibts überall und man kann gegen sie Fast kaum was machen ;) .

    AntwortenAntworten
  4. 27. Januar 2009 (21:01) | Permalink
    4

    Also ich muss da auch klar sagen, ich bin einer von denen die mit sicher 10 Adressen im www unterwegs sind. Ohne kommt man einfach nicht klar, sei es ein Account, dessen Daten man nicht mehr kennt und ne email Adresse hinterlegt ist oder auch eine Anmeldung wo nicht gerade der reale Name hinterlegt werden soll. 3-4 temporäre Adressen sind auch ganz nützlich besonders wenn man sich die über Proxys besorgen kann und auch nur für einen Einsatz benutzt ;)

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  5. 26. Februar 2009 (18:49) | Permalink
    5

    Wie kommst du darauf, dass unbedingt der Mail Anbieter die Daten weitergeben sollte? Bei so bekannten Adressen wie t-online macht es klar Sinn statt Adressen zu Sammeln, diese generieren zu lassen mit Allerlei Kombinationen da gibt es viele Möglichkeiten. Dass Sie die Daten weitergeben, wäre möglich, aber denke nicht, dass die Jungs darauf angewiesen sind. Die zocken schon an anderen Orten sehr gut ab.

    Diese Adresslisten werden teils sicher automatisiert erstellt. Zudem kann es ja auch sein, dass ein alter gelöschter Account auf irgend einer Liste steht und wieder, nem neuen Kunden, aktiviert wird.

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  6. ixiter
    27. Februar 2009 (10:12) | Permalink
    6

    Ich schreib und meine ja nicht, dass „der Email Anbieter“ die Adressen verscherbelt. Ich schreibe und meine das es überall schwarze Schafe gibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Mitarbeiter, der evtl. Zugfriff auf die Daten hat, der Verlockung nicht widerstehen kann und ein paar Euronen nebenbei macht, wenn sich ihm die Möglichkeit bietet. Es gibt viele Möglichkeiten was wie passieren kann.
    In DE wurden schon Kontodaten anstatt Christstollen verschickt. ;)

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  7. 30. März 2009 (18:48) | Permalink
    7

    Ist was Spam angeht eh schon zu spät :) – je mehr Spam ich bekomme desto besser wird mein dspam (Spamfilter).

    Bei united-domains und domainfactory habe ich das bisher noch nicht erlebt. Ich hab auch dort 1-2 Emailadressen die niemand kennt außer die und ich selbst, bisher absolut kein Spam dort.

    Ich denke einigen Unternehmen sind zufriedene Kunden wichtiger als der tcom.

    AntwortenAntworten
  8. 22. Mai 2009 (09:50) | Permalink
    8

    Ich hatte über 1 1/2 Jahr bei GMX eine eMail Adresse – seit kurzem bekomme ich Spam. Daraufhin habe ich meine eMail Adresse gelöscht und mir eine neue gemacht.

    Ich kann das also nicht verstehen, dass man innerhalb eines Tages zugespamt wird – abr ds wird sicher nur ein Einzelfall sein.

    LG

    AntwortenAntworten
  9. 12. Juni 2009 (00:05) | Permalink
    9

    Euch ist aber schon klar, dass ihr eure Adressen nirgendwo angeben müsst, um damit Spam zu empfangen?

    Die Spamversender verschicken auf wahllos generiert Adressen von TLDs Spam. Es reicht also, wenn die TLDs irgendwo mit gleich welcher Adresse mal in die Liste von Spamcrawlern geraten ist. Bei meinem Mailserver hab ich regelmäßig Sachen wie tom.scott[ad]sinn3r.org und ähnliches.

    Bei einem Mailserver ohne Catchall-Regel landen die Mails einfach im Nirvana bzw werden abgewiesen, doch bei Freemail-Anbietern wie GMX und Co. ist die Chance durch Zufall jede Menge richtige Adresse zu erwischen sehr groß. Oft sieht man im CC auch viele sehr ähnlich lautende Adressen stehen. Das ist dann halt die Suchladung.

    Wenn man also auf eine noch nie benutzte Adresse Spam bekommt, heisst das keinesfalls, dass die Anbieter eure Adressen verkaufen. Dürfte auch ein schlechtes Geschäft sein, wenn man sich mal kurz überlegt, was die Spamflut teilweise an Rechenleistung braucht und sogar bei Anbietern wie 1&1 mal die Mailserver lahm legt.

    Gruß
    sinn3r

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