Ein Glühwein auf die Menschenrechte

Konnas Blogjulklapp wurde ausgelost und jeder Teilnehmer hat gleich zwei mal gewonnen. Mein erster Gewinn ist dieser Gastbeitrag von der lieben Michaela vom „furchtlos“ Blog. An dieser Stelle möchte ich Michaelas Blog auch ausdrücklich empfehlen. Es ist ebenso lesenswert wie es einen spannenden und sinnreichen Ursprung/Hintergrund hat.
(ix)
(von Michaela Zimmermann)

Wenn man im Rahmen eines Blogjulklapps einen Gastbeitrag schreiben darf und somit einer völlig neuen Leserschaft gegenübersteht, gerät man ins Grübeln. Orientiert man sich mit seinem Text thematisch an dem Gastblog? Bewegt man sich innerhalb seines eigenen Stils? Darf man Anfang Dezember beim Blogjulklapp überhaupt über andere Dinge schreiben als Glühwein trinken, Plätzchen backen und Geschenke kaufen? Ich nehme mir die Freiheit und spreche ein Thema an, das uns alle betrifft: Menschenrechte.

Der Amnesty International Report 2009 zeigt die düstere Wahrheit. Überall auf der Welt geschehen Menschenrechtsverletzungen. Noch immer wird in vielen Ländern die Meinungsfreiheit verletzt, werden Menschen aufgrund ihrer Überzeugungen inhaftiert oder gewaltsam aus ihren Wohnungen vertrieben. Auch in den Vorzeigenationen der Europäischen Union kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen in Form von Diskriminierung von Minderheiten und Missbrauch von Polizeigewalt.

Heute in einer Woche, am 10. Dezember, wird der Tag der Menschenrechte begangen. Ein Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Traurig ist, dass 60 Jahre später laut einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von amnesty international gezeigt hat, dass 42% der Deutschen immer noch kein einziges Menschenrecht benennen können.

Vielleicht ist es an der Zeit etwas zu ändern. Informieren wir uns über die Wirklichkeit und reagieren wir auf das Unrecht, das jede Sekunde in jedem Land unserer Welt geschieht. Nächste Woche, aber auch an allen anderen Tages des Jahres, haben wir dank zahlreichen Vereinen, Aktionen und Kampagnen die Möglichkeit dazu.

Informationen zur Lage der Menschenrechte
http://amnesty.de/

Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
http://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte

3 Trackbacks

  1. Von Blogjulklapp 2009: Die Artikel am 3. Dezember 2009 um 10:42
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  2. Von Startschuss für den Blogjulklapp 2009 - BlogFrosch am 8. Dezember 2009 um 08:05
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  3. Von Blogjulklapp 2009: Zusammenfassung & Fazit am 29. Dezember 2009 um 22:04
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2 Kommentare

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  1. 7. Dezember 2009 (12:13) | Permalink
    1

    Die zehn Gebote sind eine deutlich ältere Gesetzesinitiative und auch diese hat es noch nicht geschafft, sich vollständig und dauerhaft in das Gewissen aller Menschen einzuschreiben. Dagegen ist das recht neue Menschenrecht doch ein echter Knüller.
    Es gibt sicher keinen Grund in Euphorie auszubrechen und eine gerechte Welt auszurufen, aber ganz so wild ist es auch nicht.
    Nicht ganz unproblematisch ist zudem der Begriff von Recht an sich. In China haben die Menschen ganz andere Vorstellungen vom Recht und von der Pflicht. Da lassen sich unsere moralischen Ideen nicht so einfach umsetzten.
    Der bedeutsamste Schritt für eine bessere Zukunft aller Menschen ist sicher die Chance, im Internet über ein mögliches Menschenrecht für alle Menschen diskutieren zu können. Dieser Beitrag ist da ein Baustein aus einem ganzen Mosaik. Das 42% der Deutschen kein Menschenrecht kennen bedeutet doch im Umkehrschluß das 58% zumindest eines oder sogar mehrere kennen – ein hoffnungsfroher Fortschritt.

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  2. ixiter
    7. Dezember 2009 (12:53) | Permalink
    2

    @kopflast:

    Die zehn Gebote sind eine deutlich ältere Gesetzesinitiative und auch diese hat es noch nicht geschafft, sich vollständig und dauerhaft in das Gewissen aller Menschen einzuschreiben. Dagegen ist das recht neue Menschenrecht doch ein echter Knüller.

    Die Menschenrechtskonventionen sind ein erfolgreicher Versuch, ethische, moralische und und soziale „Regeln“ zu schaffen, ohne dabei religiöse Schmauchspuren zu hinterlassen. Und sie sind erfolgreicher.
    Auch wenn die MR längst nicht befolgt werden, sehe ich es als sehr großen Erfolg, dass sich die weltlichen Führer überhaupt darauf geeinigt haben und so eine Richtung gewiesen haben. Es gehört dazu, die Mängel und Verstöße aufzuzeigen und zu kritisieren, wenn man die Richtung beibehalten will.

    Das 42% der Deutschen kein Menschenrecht kennen bedeutet doch im Umkehrschluss das 58% zumindest eines oder sogar mehrere kennen – ein hoffnungsfroher Fortschritt.

    In der Tat. Man muss solche Angaben und Statistiken auch immer versuchen aus einem anderen Winkel zu betrachten. Immerhin 6 von 10 Deutschen kennen mindestens ein Menschenrecht.
    Eine solche Spontanumfrage bei den Politikern eines G20 Treffen wäre spannend.

    AntwortenAntworten

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